Who the f*** is Unterkorn?
Was war das für ein gelungener Auftakt in das große Abenteuer der neuen Synphonie Mozart's "In 26 Spielen durch Luxemburg". Die Leistung der Grünen erinnerte an beste "Éirepromotiouns"-Zeiten. Selbst der oft kopierte, jedoch nie erreichte Zerrungs-Roll war erstaunt vom Einsatz und Spielwitz der Profis. "Die läscht Keier an der Eirepromotioun waren mer och 1:0 viir, an sen dunn mat der Panz rausgetrollt" meinte er, auf die Aufforderung einen Ausblick auf die angebrochene Spielzeit zu machen. Fast alle Größen der legendären 90iger waren anwesend und verfolgten das Spiel akriebisch. Zerrungs-Roll's Bruder und damaliger Spielführer, Daniel das Raubein, vermisste allerdings etwas an Aggressivität in den Reihen der Grünen. Ihm gefiel der Auftritt der Multikulti-Truppe aus dem Minett besser: "Hei muss mei gesteppelt gin, an deen do, ma geff deem mol eng an d'Nieren, dee Saak ..."
Einem Mann muss man allerdings ein großes Lob aussprechen, hat er doch offenbar schier Unglaubliches geleistet. Sie denken jetzt mit Sicherheit alle an Duppert Luppert, der ein sensationelles Spiel ablieferte, aber nein! Es handelt sich hierbei viel mehr um dessen Ausbilder, der Magier Jonas Villchen. Nur durch dessen harte Schule gelangt Duppert Luppert überhaupt an die Möglichkeit, die abgerufenen Paraden zu zeigen. Auch die Stellvertreter Lupperts, Julius der Dicke und Beef Kalbers scheinen auf gutem Weg und bereit für höhere Aufgaben. Doch wer hätte gedacht, dass soviel Potenzial in Duppert steckt? Er kann jetzt quasi von alleine springen, laufen und im Fallen scheint er auch eine Wucht geworden zu sein, kurz gesagt, der perfekte Rückhalt für die Abwehr des Grauens die nun weiss: "Oh deen kenne mer laafen lossen, den Dupp hällt deen souwisou". Aber eine 100%tige Garantie gibt es nie, hat Kebap Sabotic sich doch gehörig in den eigenen Drehspieß geschnitten als es zum 1:1 in den eigenen Maschen klingelte.
In der Offensive brannte Nikolaus ein Feuerwerk ab und Julio Marinh unterstützte ihn tatkräftig. Nur gelang es den beiden Jungspunten nicht den sogenannten Sack zuzumachen, den Deckel draufzuknallen und das Spiel für sich zu entscheiden. Dem Nikolaus besorgt die Voix de Harlingen fürs nächste Spiel aber noch ein Paar Rückspiegel, so kann er dann auch die Abwehrspieler sehen, die hinter ihm laufen und mit aller Macht an den Ball wollen. Marinh einen Vorwurf bei seiner Großchance zu machen mag übertrieben sein, gibt er doch selbst zu: "Wann ech mat lenks schéissen, dann wees keen wou den Ball hingeht!".
Für die größte Überraschung, und zur Verblüffung von quasi 98% aller Anhänger, sorgte
jedoch der Auftritt Mozart's an diesem Sonntag. Der stand wie eine Kerze am Rand des Spielfeldes und machte nicht einen Mucks. Nicht eine Beschimpfung, kein Zappeln, Beinstellen oder sonstige Rüpelei - einfach NICHTS! Die Fans waren verblüfft, denn so kennen sie den wutentbrannten Belgier aus der Nähe der Martelinger Treppe kaum. Fanshopy Magirus war verwundert: "Eisen Hürdeleefer huet seng Carrière opgin, a wou schreiwe mer daat dann hin?"
Am Sonntag kommt es dann zum "Fouer"-Duell gegen die sportliche Union aus Mostert, ... bis dann!
Alsie Ziehwitsch. Das neue Beta-Tier des Harlinger Fussballs
Nach relativ zähen Verhandlungen wurde Anfang August Alsie Ziehwitsch als neuer Übungsleiter der Harlinger Amateuren vorgestellt. Ein Mann, der durch seine Spielweise aneckt und nicht immer durch Schönwetterspielerei auffällt. Als Manni der Libero wurde er einst von den Grashoppers aus Kaundorf verpflichtet, doch nach zahlreichen haarsträubenden Fehlpässen wurde Alsie schnell wieder nach Hemdingen in die Fussballprovinz abgeschoben.
Er kam aber zurück, kickte die beiden letzten Spielzeiten unter Co Päiff bei den Amateuren und wartete förmlich auf die Gelegenheit dessen Amt übernehmen zu können.
Herr Ziehwitsch, neuer Trainer der Amateuren! Wie kam es dazu?
Der Anruf von Präsident Alberto Villchen hat mich stolz gemacht. Es ging alles sehr schnell. Zwischen meinen Gehaltsvorstellungen und deren des Vereins klaffte anfangs eine große Lücke die aber schnell beseitigt wurde. Harlingen ist eine Herzensangelegenheit, wo persönliche und finanzielle Aspekte schnell von selbst in die zweite Reihe rutschen.
Ihre ersten Trainingseinheit...
Wir haben uns anfangs eine Stunde beschnuppert. Dann der erste Ball aber 'Erster Pass, gleich Scheisse!' Momentan beschränkt sich daher der Schwerpunkt unserer Übungseinheiten erst einmal auf ausgiebige Waldläufe, die Jungs sollen zeigen was sie können.
Sie haben mit Ihren Bekenntnissen zu Kippen und Bier regelmäßig für Aufsehen gesorgt. Halten Sie daher ihre Spieler etwa auch an der langen Leine?
Klar trinke ich gerne ein Bier, aber das ist doch nichts Neues! Das ist seit mehr als fünfzehn Jahren bekannt, deshalb kann ich nicht verstehen, warum die Medien andauernd davon berichten möchten. Viele meinen, sie schreiben da was ganz Besonderes, wenn der Ziehwitsch sich mal einen einschenkt. Das wird langweilig...
In unseren Reihen gibt es genügend Spieler, die auch gerne mal ein Bierchen trinken aber am Spieltag trotzdem dementsprechend ihre Leistung abrufen können. Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel und es gibt schon den ein oder anderen Waschbär, welcher hierdurch schwer zu schleppen hat. Ich werde aber keinem etwas verbieten solange die Leistung stimmt.
Eigentlich bin ich ein Supertyp, aber ich kann auch zu einem richtigen Arsch mutieren ...
In Insiderkreisen kursiert bereits der Name 'Quälitsch', in Anlehnung an Medizinballfan Felix Magath?
Ich habe als Spieler hauptsächlich von meiner ausgiebigen Laufarbeit gelebt. Deshalb halte ich eine gute körperliche Vorbereitung für äusserst wichtig. Wir müssen die Gegner in den Pflichtspielen einfach müde laufen und dann, dank unserer Kraftreserven, zum Schluss eiskalt zuschlagen!
Unter ihren Fittichen steht auch Co Päiff, letzter Inhaber ihres momentanen Postens, Spieler der Amateuren und Koordinator der dritten Mannschaft. Was wollen Sie im Vergleich zu ihrem Vorgänger ändern?
Die Stärke von Harlingen war doch immer, daß es Typen wie Forry Eschetter oder Pitu Bakesa gab, die für den Verein gestorben wären. Wo sind die heute? Päiff duldete doch nur Ja-Sager um sich herum. (...) Mein Konzept, welches von Alberto Villchen in Rücksprache mit Johann Sebastian Mozart zu 100% abgesegnet wurde, basiert einzig und allein auf den Trainingseindrücken.
Zieht ein Spieler unter der Woche nicht mit, so bekommt der gleich einen Stammplatz dort, wo du während eines Spiels den Ersatztorwart vorfindest. Kommt's schlimmer geht's ab in die dritte Mannschaft und wenn da einer meint, hier wäre ein Einsatz eine Bestrafung, dann kann es sein, dass er sich zur Winterpause einen neuen Verein suchen muss.
Das schaue ich mir nicht lange an.
Im ersten Spiel macht sich gleich der ewige Rivale Sidec Winscheringen auf den Weg nach Harlingen...
In unseren Reihen wird bestimmt der ein oder andere Jugendspieler stehen für den ein Spiel gegen Winscheringen etwas bis dahin noch nie Dagewesenes sein wird. Aber meine Jungs werden vorbereitet sein. Wenn der Ball am Torwart vorbeigeht, ist es meist ein Tor und dieser Gedanke werde ich, wenn nötig, in jeden Einzelen von uns hineinprügeln.
Etwaige Pöbeleien und Kritik von Aussen werden uns auch nur noch stärker machen. Ich kann nur aus eigner Erfahrung sprechen. Wenn gegen Winscheringen, mich von 500 Zuschauern 300 hassen, mir am liebsten ein Bein abhacken würden, mich mit "Arschloch" begrüßen, dann fühle ich mich wie Arnold Schwarzenegger gegen den Rest der Welt. Das ist geil für mich.
Was macht eigentlich ... Julius Schwitz
So wie sein Talent, ist auch seine Karriere ein Phänomen. Nicht auszudenken was für ein gigantischer Fussballer er hätte werden können, hätte er den Kopf zu seinem Talent gehabt. Er sagte selbst sogar mal: "Es ist schade um den Maradona, der ich hätte sein können..."
Nach einer total verkorksten Saison 2009/2010 wo Verletzungen und Übergewicht ihn immer wieder aus der Bahn warfen denkt der ehemalige Harlinger Fußballstar Schwitz öffentlich über ein vorzeitiges Karriereende nach. "Ich werde nach einem Spiel sagen, das war's. Das kann schon nach der nächsten Partie sein. Aber ich werde alles geben, damit es zumindest bis zum Jahresende reicht", sagte der mittlerweile 28-Jährige der Voix de Harlingen. Spielen tut er momentan für den bereits oben genannten Provinzclub Hemdingen, wo er die letzten Monate immer wieder mit deutlichem Bauchansatz zum Training erschien.
Schwitz war der einzige Profi der Grünen, bei dem selbst der renommierte Welttrainer
Richard Virenque keinen Rat mehr wußte und kurz vor der Kapitulation stand. Legendär seine Einwechslung in Murmeldingen, wo Julius Schwitz eine geschätzte Spielfeldbreite lang auf dem Platz stand und mit Rot auf der anderen Seite wieder runter mußte.
Sein Comeback ist für dieses Wochenende geplant. "Wir dürfen den Fans nichts vormachen. Ich werde erst spielen, wenn ich hundertprozentig fit bin", so Schwitz. 100% !!!
Er wird doch hoffentlich wissen, daß es in 4 Monaten schon wieder weihnachtet ...
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